Autarkes Wohnen EFH mit teillasttragenden Strohballen in Holzbauweise

Zielsetzung ist die Realisation eines vollständig Energie- und Wasserhaushaltsautarken Wohnhauses, das zu Marktpreisen erhältlich und mit üblichem Wohnkomfort ausgestattet ist.

Es ist vorgesehen, auf den ersten Blick unvereinbare Zielsetzungen und Bedingungen durch eine Forschungsarbeit so ineinander zu verweben, dass ein „Organismus Haus“ mit entscheidenden Vorteilen für die Bauherrschaft und die Umwelt entsteht.

Nach der Entwicklung und Realisierung eines Prototypen sollen sich die optimierten Gebäudekosten bei der Realisation einer Kleinserie dieser autarken Wohneinheiten im Kostenrahmen eines vergleichbaren konventionellen Gebäudes mit Ölheizung bewegen. Das Projekt unterstützt das bereits begonnene ökologische Umdenken in der Bevölkerung und gibt eine Chance, die Entscheidungsträger (Umweltkonferenzen) zu beeinflussen.

Die Technologien um ein solches Konzept zu verwirklichen, sind bereits entwickelt. Die Aufgabe des Architekten besteht darin, diese Komponenten sinnvoll zusammenzufügen.

Der Architekt Werner Schmidt zeigt am Beispiel einer seiner Neubauten, wie dieses Wohn- und Baukonzept auf dem heutigen technischen Stand umgesetzt werden kann. Die Strohballen werden an der Aussenfassade zu teillasttragenden Elementen, wobei der Holzkernbau die Scherkräfte und Drehmomente aus statischer Sicht übernehmen. Kombiniert mit ökologischen Baumaterialien wird dem Begriff „modernes Wohnen“ eine neue „organische“ Komponente beigefügt.

 

Organisation:                   Daniel Hurni, Veranstaltungen Hochbau FAB – ZH

Bericht:                             Daniel Hurni, Veranstaltungen Hochbau FAB – ZH
Bilder:                               Pascal Seiler, LWA Swiss professional Team